Tag: Globetrotter

The Alps 2 Ocean Trail: Section 3: Ohau Lodge to Twizel

The Alps 2 Ocean Trail: Section 3: Ohau Lodge to Twizel

It’s time for a massage, because I cycled 50 km today😂😂 but it was an amazing trip. It’s the unknown around the corner that turns my wheels. The Alps 2 Ocean Trail is one of the ‘Great Rides’ in New Zealand. At 300+km long, it’s […]

Reisen hat mein Leben versaut

Reisen hat mein Leben versaut

Wenn ihr einen Traum habt, dann solltet ihr ihn leben, denn was wĂ€re das Leben, hĂ€tten wir nicht den Mut etwas zu riskieren. Wir haben vor 10 Jahren unsere Wohnung aufgelöst, mein Auto verkauft, unseren Job gekĂŒndigt, uns aus Deutschland abgemeldet, ein paar Koffer gepackt […]

Ulaanbaatar – Eine Reise wert?

Ulaanbaatar – Eine Reise wert?

Nach Ulaanbaatar, der Haupstadt in der Mongolei, verirrten wir uns, weil wir nach 6 Monaten auf Bali, die Sonne und die nervigen MĂŒcken satt hatten und in den Skiurlaub wollten. Wir hielten das fĂŒr eine gute Idee, um dort kurzzeitig zu verweilen, das Visum fĂŒr Russland zu beantragen und wĂ€hrenddessen Ski zu fahren. 

Aber natĂŒrlich kam es anders als geplant.

Die Anreise wollte irgendwie nie enden, ging von Bali nach Kuala Lumpur, weiter nach China, wo Exemplare in Uniformen uns von einer Sicherheitskontrolle in die nĂ€chste schleusten, es am Flughafen in Beijing keinen Bankautomaten gab, bei dem ich hĂ€tte Geld abheben können, um meinen Magen zu fĂŒllen, der unaufhörlich schrie. Im vorherigen Flieger waren wir von den Stewardessen ĂŒbergangen worden. Vegetarier, sahen sie uns entsetzt an, als hĂ€tte ich ihnen geflĂŒstert, dass eine riesige Vulkanwolke gleich das Flugzeug platt machen wĂŒrde, wĂ€hrend der Chinese auf den Nachbarssitzen unaufhörlich in eine TĂŒte spuckte.

So hungerte ich mich durch den ersten Flug und durch 6 lange Stunden am Flughafen. Dann ging es weiter in einer alten chinesischen Maschine, die sich ĂŒber EishĂŒgel in die Mongolei ruckelte, um uns am Ende unserer KrĂ€fte in der wohl kĂ€ltesten Hauptstadt der Welt entließ. Mit mĂŒden Augen schaute ich auf den Atomreaktor, an dem wir wĂ€hrend der Taxifahrt vorbeifuhren und der riesige Rauchwolken in den Himmel bließ. Dann hielt das Taxi vor einem Haus, wo ich mit entsetzten Augen auf die EingangstĂŒr starrte, da sollte ich nun wohnen…

 

Schon wurde ich durch die TĂŒr geschoben, und musste durch Wasser waten, was sich im Hausflur angesammelt hatte. Ich gelangte zu einer EingangstĂŒr, wo ich einen Code eingeben musste, wie ein WĂ€rter bei einer Zelle

Dann war ich drinnen und nicht sicher, ob ich jemals wieder nach draußen gelangen wĂŒrde.

Es folgen Bilder aus der mongolischen GefĂ€ngniszelle, die sich als eine super gemĂŒtliche Wohnung entpuppte. Es kommt doch immer wieder auf das Innere an.

 

 

Ulaanbaatar ist nicht nur die kĂ€lteste Haupstadt der Welt, sondern auch die Schmutzigste. Die Stadt mit der meisten Dreckluft. Das erfuhren wir am nĂ€chsten Morgen, als wir uns in mehrere Schichten von Klamotten hĂŒllten, um der KĂ€lte von -28 Grad zu trotzen und zum Supermarkt eilten. Eine dicke Feinstaubwolke, aus Flugstaub und Schwefeldioxid hing ĂŒber der Stadt. Plastikgeruch lag in der Luft. Atmen tat weh. Menschen mit Atmenmasken kamen uns entgegen, husteten, spuckten auf den Boden. Dann waren wir da, im Supermarkt. Drinnen schlich die gleiche giftige Luft umher. Schnell schmissen wir die nötigsten Dinge in den Wagen und liefen zur Kasse. Es gab kein Entkommen.

 

 

Auf dem Weg nach Hause huschten wir in die nÀchste Apotheke und kauften eine Atemmaske mit Kohlefilter. Von nun an, trug ich nur noch Schutz.

 

 

Aber was war passiert. Passiert war der eisige Winter: Sieben Monate fĂ€llt die Temperatur in Ulan-Bator auf bis zu minus 30 Grad.  Passiert waren unzĂ€hlige Karrosserien, die sich durch die Straßen schoben und giftige Abgaswolken in den Himmel schossen. Passiert war das Kohlekraftwerk, dass noch aus den 1960er Jahren stammt und von den Sowjets gebaut wurde- ohne Rauchgasreinigung,
und das viele Heizen im Winter. Denn viele Menschen leben in den Randbezirken in Gers, in traditionellen Jurten.

 

 

Sie heizen mit Kohle und Holz. Aber selbst die mit Zentralheizung ausgestatteten Wohnungen werden mit Kohlekraftwerken beheizt.

Zudem befindet sich Ulaanbatar in Tallage, die Luftmassen sind eingeschlossen und können kaum wegziehen.

Vor dem Smog fliehen, konnten wir nur, wenn wir ins Skigebiet huschten. Das Skigebiet war schön gelegen und unschlagbar gĂŒnstig.

Es umfasste 2 unglaublich alte und langsame Lifte, welche einen den Berg hinaufschleppten und sich beim Ausstieg noch in gewisse Körperteile rammten, wenn man nicht schnell genug war.

Es umfasste 1 AnfÀngerpiste, 2 blaue Pisten und 1 schwarze Piste.

 

 

Meine ersten Skierfahrungen hatte ich letztes Jahr in Japan gesammelt und wollte sie nun vertiefen. Doch hier musste ich mit Temperaturen von -24 bis -28 Grad kĂ€mpfen. Es war so unglaublich kalt. Auf dem Sessellift pfiff uns der Wind um die Ohren, aber dann waren wir oben und genossen eine fantastische Aussicht. Ich sah auf die Berge und dieses GefĂŒhl von Freiheit erfĂŒllte mich. Dann wagte ich mich an die Abfahrt, wurde schneller und hatte Spaß und in all dieser Zeit bemerkte ich nicht mal, dass es kalt war. KĂ€lte, Leben, jeder Tag ist das was man daraus macht.

 

 

Also war es egal wie kalt es war, wie hungrig ich war, wie vereist die Piste war, sie wurde gefahren, weil es soviel Spaß machte. 

 

 

 

NatĂŒrlich waren wir nicht nur auf der Piste unterwegs, wir trieben uns auch in der Stadt herum.

 

 

Dann trieben wir uns noch bei den Botschaften herum. Als erstes bei der russischen Botschaft. Dort erfuhren wir, dass wir Deutschen ein russisches Visum nur in Deutschland beantragen dĂŒrfen. BekĂŒmmert schleppten wir uns zur chinesischen Botschaft, dort war man gewillt uns ein Visum fĂŒr China auszustellen. So packten wir nach 3 Wochen, die wir in Ulaanbaatar verbracht hatten, unsere Koffer, schmissen uns in den Zug und reisten nach China weiter, wo unsere Skireise in diesem Jahr weitergeht

 

Fazit: Ulaanbaatar ist nicht so schön und nur eine Reise wert, wenn man zu Pferd oder mit dem Auto, das restliche Land entdecken gehen möchte, was im Winter, aufgrund der extremen KÀlte, nicht möglich ist.

Worst Uber Experience Ever

Worst Uber Experience Ever

Most taxi drivers in third world countries are really angry, because of Uber, Grab, etc.. They lost their business of overcharging travelers. Without ride-hailing services they charge ridiculous prices. But it seems they have found a way to rip us off with using Uber, too. […]

Wie es ist, seit 9 Jahren auf Reisen zu sein

Wie es ist, seit 9 Jahren auf Reisen zu sein

Seit September 2008 bin ich am Reisen. Wie es ist, seit 9 Jahren von Land zu Land zu reisen – wie man sich das ĂŒberhaupt leisten kann und ob es sich lohnt dafĂŒr alles aufzugeben, das erklĂ€re ich in meinem neuen Buch: Gebrauchsanweisung fĂŒrs Reisen. […]

Karibik mit Affe: So schön ist Panama

Karibik mit Affe: So schön ist Panama

Man sagt BĂŒcher sind Briefe, die sich der Autor selbst schreibt, um sich zu erinnern.
Drei Jahre lebte ich auf der karibischen Insel Bocas del Toro in Panama, zwischen fetten Palmen, teuflischen Affen und dem blauen Meer. Zusammen mit einem Kapuzineraffen, der mein Leben bereicherte, als auch terrorisierte. Karibik mit Affe ist ein aufwĂŒhlend traumhafter autobiografischer Roman ĂŒber das Reisen, das Leben, die Liebe und die Freundschaft!
 
Eine Rezension zu meinem Buch: 
 
Karibik mit Affe: Der etwas andere ReisefĂŒhrer ĂŒber Panama.
 
Das Buch hĂ€tte ich ohne Empfehlung eines Freundes und dem Hinweis, dass die Autorin in der selben Stadt aufgewachsen ist wie ich, nicht gelesen, da es nicht meinem ĂŒblichen Genre entspricht. Doch muss ich zugeben, dass dieser, so ganz andersartige Stil eines ReisefĂŒhrer, mich schnell in seinen Bann zog und auf eine wunderbare Reise nach Panama entfĂŒhrte. Der Schreibstil ist humorvoll und modern, so wie man unter Freunden und Bekannten sich eine Geschichte erzĂ€hlt. Dabei spielt die Autorin gekonnt mit den Möglichkeiten der deutschen Sprache und schafft es so, auch Orte an den die Handlung ihrer ErzĂ€hlung öfter spielt, mit weiteren Details, immer etwas anders zu Beschreiben. Besonders gelungen ist der Autorin dies in dem Kapitel, wo sie ihre Jugend und das Aufwachsen in ihrer (und meiner) Heimatstadt erzĂ€hlt. Ihre Beschreibungen der PlĂ€tze und Straßen, die Unterteilung der Jugendcliquen und ihren Treffpunkte, das GefĂŒhlschaos, dass man durchlebte um seinen Platz in einer dieser Cliquen zu finden waren so detailliert erzĂ€hlt, dass ich zurĂŒck in meine Jugend versetzt wurde und wie ich durch diese Zeit stolperte.
Die ErzĂ€hlungen der Autorin ĂŒber das was sie mit ihrem tierischen Mitbewohner, dem Kapuziner Affen mit Namen Bub, erlebt, deckt die ganze Spannweite von Emotionen ab, die so ein Terror WollknĂ€uel Mitbewohner auslösen kann. Das Chaos was er verbreitet, den Ärger den er ausheckt, aber auch die Dankbarkeit und Freude die er macht, zieht sich durch das gesamte Buch wie ein roter Faden, um den herum die Autorin dann vom Leben in Panama, den Einheimischen und Touristen, ihre Sorgen und Nöten erzĂ€hlt. Wie der einfache Panamese lebt und ĂŒberlebt. Wie das indigene Volk unter der skrupellose Politik leidet. Was man als Aussteiger in Panama zu erwarten hat. Wie die karibische MentalitĂ€t sich auf so ganz normale Dinge wie einkaufen zu wollen, Post zu verschicken und Busfahrten durch das Land, auswirkt. Diese Eigenarten des Landes erzĂ€hlt und erklĂ€rt sie Kapitel fĂŒr Kapitel dem Leser. Am Ende fĂŒgen sich alle diese Information aus den ErzĂ€hlungen zu einem Gesamtbild zusammen und man bekommt einen Eindruck, was einem dort erwarten könnte, wenn man dieses Land selber mal bereisen will. Das ganze verpackt und verbunden mit der Geschichte ĂŒber einen Äffen als Mitbewohner in der Karibik.
 
Fazit: Das Buch ist eine Mischung aus Autobiographie, ReisefĂŒhrer und Bericht ĂŒber Panama verknĂŒpft mit den emotionalen Geschichten ĂŒber das Zusammenleben mit einem Affen. Eine tolle Idee und mal was anderes als Informationsquelle ĂŒber sein Reiseziel.
 
Roby McK
 
Hier gehts zum Buch: Karibik mit Affe

Gebrauchsanweisung fĂŒrs Reisen

  Ich habe nicht die HĂ€lfte von dem erzĂ€hlt, was ich gesehen habe, weil keiner mir geglaubt hĂ€tte. Marco Polo   Der essenzielle Ratgeber fĂŒr alle, die auf Reisen gehen wollen. Seit 9 Jahren reise ich nun durch die Welt. Ich habe bereits in 10 […]

Bocas del Toro – So schön ist Panama

Fette Palmen, weiße StrĂ€nde, kristallklares Wasser, dichter Dschungel, perfekte Surf- und TauchplĂ€tze, Yogaschulen mit Blick aufs Meer und eine tolle Partyszene bietet Bocas del Toro. Die karibische Inselgruppe in Panama ist so zauberhaft, dass ich drei Jahre blieb. Das Archipel bietet einfach alles, was das […]

13 Lieblingsmomente meiner Reisen

13 Lieblingsmomente meiner Reisen


Reisen ist meine große Leidenschaft. Ich liebe es neue LĂ€nder zu entdecken, neue Menschen und Kulturen kennenzulernen. Neue GeschmĂ€cker und GerĂŒche, Lebensweisheiten und Philosophien.
Meine Reise begann vor acht Jahren, als ich nach Kanada auswanderte und dann die Welt erobern ging. So begann das mit den Lieblingsmomenten.
Das sind meine 13 Lieblingsmomente.

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Lieblingsmoment 1 – Schildkrötenbabys

Ich lebte sieben Monate in Los Organos, Peru. Ein kleines Fischerdörfchen im Norden, umrahmt von sandigen Bergen, als hĂ€tte jemand Geröll aufgeschĂŒttet. Los Organos war magisch, sandig und salzig und hatte das perfekte Klima. Die Sonne strahlte das ganze Jahr, wie eine Königin vom Horizont.
Eines Nachts kroch eine weibliche Schildkröte aus dem Meer auf den Sand und vergrub genau vor meinem Haus ihr Nest. Mit einigen Nachbarn schĂŒtzte ich sofort das Nest. SĂ€mtliche Arten von Meeresschildkröten sind in ihren BestĂ€nden gefĂ€hrdet. Wegen ihrer Eier, ihres Fleisches (in vielen LĂ€ndern gelten Schildkröten als Delikatesse) und ihrer Panzer, werden sie von Menschen gejagt.
Wir bauten einen Schutzwall mit Stöcker und Steinen, um das Nest von dem restlichen Strand abzuschneiden. Ein Nest muss geschĂŒtzt werden. Jede leichte ErschĂŒtterung kann ein Ei zerstören. Hunde und Katzen graben gern die Gelege aus und fressen die Eier. TagsĂŒber trampeln Touristen unachtsam die Nester kaputt.
Das AusbrĂŒten der Eier erledigte die Sonne. Nach 55 Tagen war es endlich soweit und die ersten Schildkröten schlĂŒpften und watschelten, anstatt ins Meer, direkt in mein Haus. Die Lichter der dahinter liegenden FerienhĂ€user und Hotels hatten sie abgelenkt.
Ich nahm die zwei Minischildkröten in die Hand und brachte sie ans Meer. Dort legte ich sie behutsam auf den nassen Sand der Bucht ab. Die kleinen Schildkröten krabbelten ins Wasser. Der Mond strahlte wie ein Scheinwerfer. Ein paar Ruderbewegungen im Sand – und mit der nĂ€chsten Welle schwappten die kleinen Schildkröten ins Meer und verschwanden im Schutz der Nacht.
Immer weitere gruben sich in dieser Nacht einen Weg aus dem Nest. Wir brachten sie alle ans Meer, legten sie in den nassen Sand und ließen sie von der nĂ€chsten Welle mitnehmen. Es war die Nacht der NĂ€chte. Ein wunderschönes einmaliges Erlebnis.

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Lieblingsmoment 2 – Iguazu-WasserfĂ€lle

Sie sind breiter als die Viktoria Falls, höher als die NiagarafĂ€lle und liegen im DreilĂ€ndereck Argentinien – Brasilien – Paraguay. Das beeindruckendste Naturschauspiel SĂŒdamerikas. Die Iguazu-WasserfĂ€lle. Iguazu bedeutet in der Sprache der Guarani-Indianer „große Wasser“.
Zuerst genoss ich den unglaublichen PanoramaĂŒberblick von der brasilianischen Seite. In Brasilien sagt man: „Wir haben den besseren Blick darauf“, wĂ€hrend die Argentinier sagen: „Wir haben die FĂ€lle“.
Am nĂ€chsten Tag besuchte ich die argentinische Seite und bewunderte die Teufelsschlucht („la Garganta del Diablo“). Es gab viele Wege um die Iguazu FĂ€lle zu erkunden; ĂŒber Stege und Treppen kam ich sehr nahe an die tosenden Wassermassen heran. Sogar mit dem Boot fuhr ich „in die FĂ€lle“.
Ein wahrhaft traumhaftes Erlebnis.

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Lieblingsmoment 3 – Pedra da GĂĄvea in Rio de Janeiro

Pedra da GĂĄvea liegt 842 Meter ĂŒber dem Meeresniveau. Der Aufstieg dauerte an die 3 Stunden und ich genoss, wĂ€hrend ich mich der Spitze nĂ€herte, traumhafte Aussichten in alle Himmelsrichtungen.
Dann kam ein steiler, aber kurzer Abschnitt (15m), auf dem ich mit HĂ€nden und einem Seil klettern musste, sowie einige Wanderungen am Rand der AbhĂ€nge, aber dann war ich oben und genoss eine bemerkenswerte Aussicht auf den Tijuca Wald, auf den kleineren Nachbarsberg Pedra Bonita, auf die Favela Rocinha (eines der weltgrĂ¶ĂŸten Armenviertel), den Strand SĂŁo Conrado, die Christus-Statue, den Zuckerhut, die Rodrigo de Freitas Lagune und auf Barra da Tijuca.
Ein wunderbarer Moment.

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Lieblingsmoment 4 – mit Haien schwimmen

Auf den Galapagos verbrachte ich zwei Wochen, in denen sich die Highlights abwechselten. Ich sah Robben, Riesenschildkröten und eine fantastische Unterwasserwelt. Zu den schönsten Momenten zĂ€hlte wohl der Augenblick als ich mit Haien schnorchelte. Ich hatte eine solche Angst, dass ich die Nacht davor nicht schlafen konnte. FĂŒr mich war es unvorstellbar mit Haien im Wasser zu sein, ohne angegriffen zu werden. Dann war es endlich soweit. Das Boot fuhr mit uns aufs Meer hinaus zu der Stelle, wo wir schnorcheln sollten. Wir zogen unsere Wet-Suits an und dann ging es ins Meer. Es war bitterkalt und einen Moment lang war mein Körper so geschockt, dass er vergaß zu atmen.
Wir schnorchelten ein StĂŒck und dann tauchten sie auf. Die Galapagos Haie, stolze Tiere, 6 an der Zahl. Einer schwamm unter mir durch und schaute zu mir hoch. In diesem Moment, der so voller Zauber war, war nur noch Faszination. Die Angst war verschwunden, es blieb nur der Zauber und den bewahre ich mir bis heute.

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Lieblingsmoment 5 – Das Meer

Seit ich das erste Mal das Meer sah, sollte ich diesen Augenblick nie mehr vergessen. Das tiefe Blau verzauberte mich und der Geruch von Meersalz formte den Wunsch in mir, irgendwann zurĂŒckzukehren und an einem Ort zu leben, an dem ich jeden Morgen beim Aufwachen das Meer sehen und das Salz auf meiner Haut spĂŒren wĂŒrde.
Auf Reisen traf ich das Meer ĂŒberall. Ich spĂŒrte das Salz auf meiner Haut und ließ mich von dem Anblick verzaubern. In Kanada war es kalt und stĂŒrmisch. In Panama sanft und atemberaubend. In den Bahamas traumhaft und herrlich. In Ecuador wild und tobend. In Peru berauschend, wenn die Sonne zu arg brannte, in Argentinien herrlich und in Brasilien warm und wunderbar.
Nichts auf dieser Welt erschafft schönere Momente, als die am Meer, wenn man die Gedanken einfach fliegen lassen kann.
Mit dem Meer kamen die SonnenuntergÀnge. Einer wunderschöner als der andere. Inspirierende Momente. Traumhafte Momente. Herrliche Momente.

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Lieblingsmoment 6 – Gib dem Affen Zucker

Solange schon hatte ich mir einen Affen gewĂŒnscht. Und dann endlich in Panama erfĂŒllte sich dieser Wunsch. Der Affe, dem ich den Namen »der Bub« gab und der fast gĂ€nzlich von schwarzem Flaum bedeckt war, eroberte mein Herz im Sturm und hielt mein Leben auf Trab. Er erhob sich vor Sonnenaufgang und war wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde, zeitweise normal und ĂŒberaus intelligent, verschmust und liebesbedĂŒrftig und dann völlig verrĂŒckt, enorm aggressiv und beharrlich am Durchdrehen. Sein Spieltrieb war unersĂ€ttlich, nichts durfte ich herumliegen lassen, alles was er zu fassen bekam zerstörte er oder versuchte es hartnĂ€ckig die Toilette hinunterzuspĂŒlen.
Trieb er im Haus kein Unwesen, war er draußen im Freien unterwegs, kletterte auf die fetten, grĂŒnen Kokosnusspalmen, hielt Ausschau wie ein SpĂ€her auf einem aller Meere besegelten Schiff oder robbte durch das knöcheltiefe Gras und suchte nach Nahrung.
Mit seinem Hang zur Kleptomanie, suchte ich stundenlang meinen HausschlĂŒssel und fand ihn in der Toilette oder eingegraben im Sand. Er schlug, kratzte und biss, rote Kratzer verzierten meine Arme, dass ich Angst hatte, in eine Geschlossene eingewiesen zu werden, Verdacht auf Suizidgefahr. Er schmiss meine Kaffeemaschine auf den Holzboden – sie ĂŒberlebte es nicht – zerstörte meine beiden Kokosnussöl-Flaschen – ein breiter, dickflĂŒssiger Strom von Kokosnussöl floss durch mein Haus wie ein Fluss in einem Gebirge – und beweihrĂ€ucherte meinen Toaster. Ich traute mich nicht mehr ihn anzuschalten, wegen der Explosionsgefahr und dachte Tag und Nacht darĂŒber nach ein Schild zu malen: »Affe in gute HĂ€nde abzugeben oder Teufelsaustreibung – wer kann helfen.
Und dann sah er mich manchmal aus braunen Augen an, aus denen das pure Leben sprach und dann war ich so bewegt und in mir war nur noch Liebe fĂŒr dieses Wesen, das mich so sehr brauchte und das auch ich so sehr brauchte und all die Eskapaden zĂ€hlten nicht mehr, es zĂ€hlte nur noch dieses Wesen glĂŒcklich zu sehen. Alles andere war nicht wichtig.
Das ist der Moment, den man Liebe nennt.

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Lieblingsmoment 7 – Machu Picchu – eins der sieben Weltwunder

Wir hören davon. Wir lesen davon, aber etwas mit eigenen Augen zu sehen, ist etwas ganz anderes. Machu Picchu ist wohl die berĂŒhmteste Inka-Ruinenstadt Perus. Die „Stadt in den Wolken“ aus dem 15. Jahrhundert, die vor der atemberaubenden Kulisse der Anden auf einem spektakulĂ€ren Berggipfel auf ĂŒber 2.300 Meter Höhe liegt.
Ich hatte Angst in eine Touristenfalle zu tappen. Ich wurde dankbar enttÀuscht. Der Machu Picchu ist magisch, die sagenumwobene Stadt der Inkas. Die Sonne tauchte die Ruinen in weiches Licht. Ein beeindruckendes Schauspiel. Es war unbeschreiblich. Wenn man es mit eigenen Augen sieht, kommt nichts der Beschreibung nahe. Es war ein Moment, als mir die Welt gehörte.

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Lieblingsmoment 8 – mit Delphinen schnorcheln

Seit ich ein Kind war habe ich davon getrÀumt mit Delfinen zu schwimmen.
Auf den Bahamas sollte sich dieser Traum erfĂŒllen. Auf Paradise Island, dem schönsten Ort in Nassau, mit den markanten Atlantis-Anlagen.
Ich stand mit unzĂ€hligen Menschen, in einem Neoprenanzug, in einem knietiefen Becken und wartete gespannt. Der Trainer bewegte sich durch das glasklare Wasser auf uns zu. Er lĂ€chelte. Der Delfin folgte ihm, oder dem Fisch, den er ihm in regelmĂ€ĂŸigen AbstĂ€nden zuwarf.
Beide blieben vor uns stehen. Ich durfte als erste vortreten und den Delfin streicheln. Der Trainer stellte sie als Tracy vor. Ich nahm den starken Geruch von Fisch war. ZĂ€rtlich streichelte ich ĂŒber das Tier. Ein ĂŒberwĂ€ltigendes GefĂŒhl von Freude durchströmte mich. Einen Moment lang. Dann mischte es sich mit Traurigkeit. Traurigkeit darĂŒber, dass dieses wunderbare Wesen, eingesperrt, nur dazu gehalten wird, uns Menschen zu unterhalten. Ich fĂŒhlte unsagbare Sehnsucht, dem Tier die Freiheit zu schenken.
Einen Monat spÀter fuhr ich mit einem Boot aufs Meer hinaus, es sollte mein schönster Tag werden. Wir fuhren schnorcheln, sahen Schildkröten und die bunteste Vielfalt an Fischen, die man sich vorzustellen vermag.
Und dann schwamm plötzlich eine Großfamilie von Delphinen vorbei. Sie waren zu sechs, spielten und waren frei.
Es war ein unglaublicher Moment.

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Lieblingsmoment 9 – das Nordlicht

Im Winter wird es in Saskatoon unfassbare 40 Grad minus. Durch den starken Wind erscheint es einem noch viel kÀlter. Zudem dauert der eisige Winter 8 Monate. 8 lange Monate und das Jahr hat nur 12.
Nun stellt sich einem natĂŒrlich die Frage, warum es jemanden – und dann noch zu Beginn der Winterzeit – dorthin zieht. Ich wollte mir vor allem die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das Nordlicht zu sehen. Saskatoon, das im Staat Saskatchewan in Kanada liegt, war anders. Vielleicht lag es an der KĂ€lte, der Grund, weswegen die Menschen nur selten hinausgingen. Ich konnte mich mit diesem Ort nicht anfreunden. Aber ich sah das schönste, weswegen ich gekommen war. Das Nordlicht. Ein grandioses Schauspiel aus GrĂŒn, Violett und Blau. Ein Farbenspiel in Form von Luftschlangen und SpinnfĂ€den, die aus dem Himmel schossen, tanzten oder ineinander ĂŒbergingen. Es dauerte nur ein paar Minuten und doch habe ich nie etwas Schöneres gesehen.


Lieblingsmoment 10 – Einmal durch die SanddĂŒnen

Ica liegt inmitten der peruanischen WĂŒste, mit der am Stadtrand gelegenen Oase Huacachina, die diese umgebenden WĂŒstendĂŒnen, wie ein verwunschener Ort aus tausendundeiner Nacht aussehen lassen.
Ein kleiner idyllischer Teich im Zentrum der Oase, die Laguna de Huacachina ist von palmenbewachsenen Ufern umrahmt.
Die Legende besagt: Der Name Huacachina bedeutet so viel wie „weinendes MĂ€dchen”. Der Sage nach wanderte einst eine Inka-Prinzessin durch die WĂŒste und betrachtete im Spiegel ihre Schönheit. Plötzlich gewahrte sie neben ihrem Spiegelbild einen Mann, der sie aus der Ferne beobachtete. Vor Schreck ließ sie den Spiegel fallen, der in tausend Scherben zersprang und die Lagune formte. Als sie davonlief, formte ihr fliegender Schleier den Sand zu den noch heute bestehenden DĂŒnen. Noch immer soll die Prinzessin als Meerjungfrau in der Lagune leben, in deren Tiefen sie jedes Jahr einen Mann lockt, damit sie nicht mehr einsam ist.
Da das Erklimmen der bis zu 100 Meter hohen SanddĂŒnen zu Fuß ganz schön an die Substanz geht, fuhren wir mit einem WĂŒsten-Buggy. AusgerĂŒstet mit getunten Motoren, ÜberrollbĂŒgel und traktorartigen GelĂ€ndereifen dĂŒsten wir ĂŒber die DĂŒnen, bis uns schwindelig wurde und wir ca 1 Kilogramm Sand eingeatmet hatten. Gegen diese natĂŒrlichen Steilwandkurven, steile Steigungen, Abfahrten und Schanzen, die der Sand geformt hat, ist Achterbahn fahren nichts dagegen. Es war ein unvergessliches einmaliges Erlebnis.

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Lieblingsmoment 11 – Surfen

Ich hatte schon immer davon getrĂ€umt, surfen zu lernen. Schon immer beobachtete ich gern die Surfer, die keine Angst zu kennen schienen, die in dem Chaos der Wellen verschwanden und einen unglaublichen Spaß hatten. Ich dagegen zitterte schon beim Anblick. Die Wellen waren groß. Sie waren stark. Sie waren bereit, mich zu versenken. Doch TrĂ€ume sind da, um gelebt zu werden und oftmals erfordert es dafĂŒr nur ein bisschen Mut.
So kaufte ich mir ein Surfbrett und traute mich ins Wasser. Ich brauchte unzĂ€hlige AnlĂ€ufe. Mit allem im Leben was man lernt, benötigt man Mut, Ausdauer und Motivation. Doch wenn man nicht gewillt ist aufzugeben und es immer wieder zu probieren. Wenn man nicht gewillt ist sich mit weniger zufrieden zu geben. Wenn man immer wieder aufsteht, wenn man sich nicht mit dem Scheitern zufrieden gibt und solange um seinen Traum kĂ€mpft, bis er sich erfĂŒllt, dann erreicht man immer was man erreichen will. Die Kunst liegt im sieben Mal hinfallen und acht Mal aufstehen. Beim Surfen waren es eher an die 300 Mal, aber das war es wert. Als ich endlich auf dem Surfbrett stand, den Strand entgegenfuhr und die Kraft der Welle spĂŒrte, war das ein einmaliges GefĂŒhl. Ich hatte es wirklich geschafft. Ich hatte meine Angst besiegt und surfen gelernt.


Lieblingsmoment 12 – Wale anschauen

Von Juli bis September, wenn das Meer aufgrund des Humboldstrom, der im antarktischen GewĂ€sser startet und zu den KĂŒsten von Chile, Peru und Ecuador aufbricht, arschlochkalt wird, schwimmen Gruppen von Walen an der KĂŒste von Ecuador entlang.
Mit Tourboten kann man hinausfahren und sie beobachten.
Nach etwa 1 stĂŒndiger Fahrt im Schnellboot von Puerto Lopez, Ecuador aus, mit heftigem Wellengang, den ich liebte, trafen wir in SichtnĂ€he der Isla de la Plata auf eine Gruppe von 4 Walen. Die mĂ€nnlichen Buckelwale vollfĂŒhrten einige SprĂŒnge aus dem Wasser, die wir begeistert sahen, die ich aber nie zu fotografieren schaffte. Ganz nah fuhren wir mit unserem Boot heran und genossen die einmalige Show, die die Wale vollfĂŒhrten.

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Lieblingsmoment 13 – Karneval in Rio

Schon immer wollte ich den Karneval in Rio besuchen und nun endlich war es soweit. Zu heißen Samba-KlĂ€ngen und in einem KostĂŒm, mit wenig Stoff – wie in Rio ĂŒblich, sah ich die Sambaschulen durch das SambĂłdromo ziehen. Brasilien versteht es zu feiern: Rhythmus, Leidenschaft, heiße TĂ€nzer, traumhafte KostĂŒme und eine beeindruckende Performance machten den Karneval unvergesslich.

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„Fazit: Reisen macht glĂŒcklich und erschafft eine Vielzahl von wunderbaren Augenblicken fĂŒr die es sich zu leben lohnt. Reisen verĂ€ndert uns, erfrischt die Seele, tötet Vorurteile und belebt das Herz.“

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