Mui Ne – das Kitesurferparadies


Vereinzelte Mopeds düsen die Straße entlang. Einige von ihnen haben ein Surfbrett geladen. Fette Palmen thronen am Wegesrand. Vietnamesische Frauen verkaufen frisches Obst. Vom Meer weht eine frische Brise. Surfer stürzen sich in die nächste Welle.
Mui Ne ist die vierte Etappe meiner Reise durch Vietnam. Das kleine Fischerdörfchen liegt im Süden umrahmt von Dünen, als hätte jemand Sand aufgeschüttet, ein paar hundert Kilometer von Saigon entfernt.
Es gilt als Geheimtipp für Kitesurfer, um mit dem Wind die nächste Welle zu surfen oder für Reisende, um die umliegenden Dünen zu besuchen.
Die Sonne scheint hell. Mui Ne verzaubert, – wie soll ich sonst erklären, dass es mir hier am besten gefällt. Das Klima ist ideal. Das ganze Jahr strahlt die Sonne vom Horizont.

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Die Gefährten der Straße

Als erstes leihe ich mir ein Moped, um ebenfalls durch Mui Ne zu düsen. Wie auch schon in Nha Trang zuvor, möchte niemand meinen Führerschein sehen. In Vietnam ist Moped zu fahren eigentlich nur mit dem vietnamesischen Führerschein erlaubt, allerdings interessiert das die Verleiher von Mopeds nicht. So lange man in Mui Ne herumfährt hat man auch keine Probleme. Polizeisperren gibt es allerdings auf dem Weg zur roten Düne, wo Polizisten dann Touristen auf Mopeds abgreifen und unmögliche Beträge von 50 Euro verlangen.
Ich fahre erstmal tanken und staune nicht schlecht über die eigenartigen Tankstellen.

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Das gute Essen in Mui Ne

Der Food Court (Fressmeile) Dong Vui besteht aus verschiedenen Restaurants, die aneinanderreihen, um Einheimische und Touristen mit einer Auswahl an beliebten Essen zu lokalen Preisen zu verwöhnen.
Jedes Restaurant hat einen kleinen Stand. Man kann Curries, portugiesische Piri Piri, vegane und vegetarische Gerichte, geräuchertes Fleisch, Fisch, Paella, Thai Gerichte, vietnamesische Meeresfrüchte, japanische Nudeln, BBQ, Huhn oder einfach nur gute westliche Speisen wie Spaghetti oder Burger mit Pommes bestellen.
Ebenso gibt es eine große Auswahl an günstigen Getränken, darunter Fassbier, Soju (koreanischer Wodka) und importierte Weine.
Ich entscheide mich für ein vegetarisches Gericht mit indischem Brot und lerne beim Essen gleich ein paar nette Argentinier kennen.
Ein schöner Abend.

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Sonnenuntergang in Mui Ne

Ich würde mich gern in die Wellen stürzen, aber die finden den Weg nach Mui Ne nicht. Dafür erleben an den Stränden unzählige Kitesurfer ihren Kick. Wenn ich nach Mui Ne zurückkehre, werde ich es auch probieren. Es sieht nach einer Menge Spaß aus.
So geniesse ich hingegen die Sonnenuntergänge.

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Bester Ausflug in Mui Ne – Fairy Stream

Ich entscheide mich gegen einen Ausflug zu den Dünen, weil ich erst Monate zuvor in Brasilien welche besucht habe und hörte, sie sollen nicht mit richtigen Dünen vergleichbar sein. Zudem gibt es keine Möglichkeit sie auf eigene Faust zu erkunden. Polizisten warten auf halbem Wege, um von den Touristen mit Mopeds, ohne vietnamesischen Führerschein, Geld zu verlangen.
Ich entscheide mich für einen Ausflug zum Fairy Stream, Suoi Tien und kann ihn nur empfehlen. Er ist kostenlos. Man kann mit dem Moped bis zum Parkplatz fahren. Ein kleines Schild prangt am Straßenrand. Von da an geht es zu Fuß durch ein Flussbett weiter. Es ist unglaublich schön und einen Besuch wert. Am Ende wartet ein Wasserfall, aber das eigentlich Schöne ist der Weg dorthin. Auf der Hälfte des Weges kommt man an einem Restaurant mit einem kleinen Zoo vorbei. Dort sind Affen an einer kurzen Leine angebunden, um Touristen anzulocken. Ich weiß nicht, was die richtige Entscheidung wäre, nicht hineinzugehen, damit sich dieses furchtbare Konzept nicht auch noch lohnt? Obwohl sie dann immer noch angebunden wären und ihren Alltag dort fristen müssten. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich entscheide mich dafür, den Affen wenigstens eine Freude zu machen. Ich kaufe zwei Kokosnüsse und bringe sie ihnen. Manchmal kann man die Lebensumstände von jemandem nicht ändern, aber man kann sie verbessern. Einen kleinen Augenblick Freude schenken. Darauf kommt es im Leben an.

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Fazit: Mui Ne ist Klasse und unbedingt einen Besuch wert.


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