Das Leben in Olon, Ecuador


Als ich vor drei Wochen an die Küste von Ecuador nach Olon gelangte, ahnte ich nicht, wie es mich auf seine Art verzaubern sollte. Mit majestätischen Walen die an der Küste entlang schwimmen, mit belebten Gassen, mit wunderbar netten Einheimischen und mit Eindrücken die selbst jetzt noch berauschend anders sind.
Um die finanziellen Mittel nicht vollständig zum Erliegen zu bringen, das in Ecuador nur selten gelingt, weil alles den unverschämt günstigen Preisen zum Opfer fällt, machen wir uns auf die Suche, eine Bleibe zu finden und sind erstaunt zu erleben, wie einfach eine Wohnung zu finden ist, in der es sich auch wohnen lässt.
Die Wohnungen der Einheimischen die mit niedrigen Mietpreis frohlocken, werden schon deswegen nicht in Betracht gezogen, weil die Häuser selten fertig gestellt, die Einrichtungen oftmals weniger einladend und die Lage erschreckend ist.

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Ich mag es nun mal schön haben, es ist ausschlaggebend für mein Allgemeinwohl und entscheidend für meinen Gemütszustand, den ich gern froh weiß – weil es mehr Spaß macht, gut drauf zu sein. So habe ich meine Unterkunft gern in der Nähe des Meeres, weil es mich zu verzaubern weiß. Nach wenigen Minuten finden wir ein kleines Apartment im schönen Gringo Stadtteil Oloncito, wenige Schritte vom Strand entfernt, eingezäumt, mit grünen Garten, majestätischen Palmen, in ruhiger Gegend.

Der Vermieter ein älterer Mann der in jüngeren Jahren viel reiste und vom selben Fieber befallen scheint, dem auch ich erliege, fand in Olon den Ort wo er bleiben wollte, ein Ort dem ein Zauber innezuwohnen scheint, schön und wild, beharrlich und anders.

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Nach dem Einzug geht es zum Einkaufen, in einen Schuppen mit Kisten die kreuz und quer gestapelt, frisches Obst und Gemüse enthalten, die man für einen unverschämt billigen Preis erwerben kann. Verdient der Obstmann noch daran, oder verschenkt er nur? image Für die Milchprodukte gibt es eine Farm, die von Schweizern geführt wird und sich zwei Orte weiter in Manglaralto mitten im Dschungel befindet. An der Straße winken wir nach dem Bus, der hält und nimmt uns mit. Dieses in europäischen Breitengraden chaotische Verhalten, bietet die Möglichkeit in den Bus ein- und auszusteigen wo man möchte. image Die Busfahrt ist wild und gewöhnungsbedürftig! Der Busfahrer scheint nichts vom Bremsen zu halten, und liebt es in Kurven beim Gegenverkehr überholen zu müssen! Die Sitze sind verratzt, die Fenster schmutzig und die Aussicht auf verärmte Fischerdörfer bedrückend. Teilweise ist die Armut himmelschreiend.

Händler steigen ein und bieten ihre Waren pfeil, wir kaufen etwas, nicht weil wir hungrig sind, sondern weil wir uns vorstellen können, wie schwer es sein muss, auf diese Weise seinen Lebensunterhalt zu verdienen.

In Manglaralta steigen wir aus und fahren in einem kleinen Auto auf die Farm. Ein altes Gebäude mit einem frischen Angebot von Milch, Käse, Wurst und Aloe Vera Produkten und mit unverschämt günstigen Preisen, die meine Augen zum Strahlen bringen und mich an meine bezaubernde Kindheit auf einem Bauernhof erinneren. image Den Tag lasse ich mit einer Runde Wellenreiten ausklingen und ahne nicht, dass während ich im Wasser den Wellen erliege, eine Gruppe von Walen an mir vorbei schwimmen und mit ihren mächtigen Körpern und ihrer beeindruckenden Flosse, extreme Wellen erzeugen, die ich mich nicht zu surfen getraue.
Mein Blick fällt auf die luxeriösen Grundstücke der Gringos die den Strand säumen, Hochburgen um ihren wohlverdienten Ruhestand geniessen zu können. Das Rauschen der Brandung dringt zu mir und vermischt sich mit dem Lachen der Menschen die am Strand liegen. image image


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