An der Küste von Ecuador

Strand

Der erste Morgen an der Küste, die Sonne versteckt sich hinter Wolken, als traute sie sich nicht hinaus. Die Surfer toben in den Wellen, als wären sie dafür geboren. Das Rauschen der Wellen erklingt in meinen Ohren, als spielte es eine wunderbare Melodie und kleine Wellen mit weißen Schaumkronen bewegen sich zum Strand, als wäre Eile ihnen völlig fremd.
So ist es heute, so ist es nicht immer.

Ich befinde mich in Olon, einem kleinen ruhigen Strandort, fünf Minuten vom dem berühmten und viel zu lauten Montañita entfernt, wo die Party niemals endet und schlafen als notwendiges Übel angesehen wird, das einem von Zeit zu Zeit überfällt!

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An der Straße winke ich mir eins von den gelben Taxis heran und fahre für 1.50 Dollar nach Montañita, dem Surferparadies in Ecuador. Das kleine Dorf liegt mit ca.500 Einwohnern im Südwesten und schmückt sich mit Häusern die aus Holz mit Bambus und mit Palmwedeln gedeckt sind. Es ist beliebt bei jungen Leuten, aus Ecuador, aus den Nachbarländern und aus Amerika und Europa, die gern feiern und dem Schlaf zu trotzen versuchen.
Vor wenigen Jahren war es anders, gab es nur ein paar Restaurants und Hotels die in den Straßen ruhten und Surfer die in der Nacht am Lagerfeuer am Strand einen Joint rauchten aber jetzt haben junge Leute den Ort als Partyort entdeckt und die Ruhe ist unwiderbringlich verloren.
Die guten Wellen, die nicht unterschätzt werden sollten, ein schöner Strand und ein ausschweifendes Nachtleben deklarieren Montañita als „place- to- be“! Und so wird am Wochenende das beschauliche Örtchen zu einem Partyort umfunktioniert, an dem die Musik nie verklingt. An dem unzählige Cocktailbars auf 2 Rädern, umgebaute Schuppkarren die alles beherbergen was man zum mixen eines Cocktails braucht, die feierwütige Meute mit Nachschub versorgen. In dem Hippies selbstgemachten Schmuck, Piercings und Pfeiffen, für den Ritt nach dem Surf, in den Straßen verkaufen.

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Im Surfershop treffe ich ein amerikanisches Pärchen, die in ihren Auto von New Jersey nach Ecuador reisten und weiter nach Argentinien möchten.
Ich kaufe ihr Surfboard mit dem ich mich in die Wellen stürzen werde, wenn sie nicht zu groß sind, denn große Wellen machen mir Angst und dürfen hier nicht unterschätzt werden. Zu viele Menschen, sogar Surfer ertrinken, geraten in einen Sog und werden im benachbarten Salina wieder angespült.

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Zurück in Olon, Montañita ist gut zum feiern aber nicht zum wohnen, weil der Gestank in der Luft, schwer zu atmen macht und die dröhnende Musik unmöglich zum schlafen ist, verbleibe ich im Hostel “The Sea Garden House” , dass sich direkt am Meer befindet. Lolo, der Besitzer sowie seine bezaubernde Frau Maria lassen mich zu Hause fühlen – a home away from home!

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Ich mag Olon, es ist ein kleiner netter Ort, der nach Meer riecht und nach Urlaub schmeckt, aber die Sehnsucht nach den Bahamas ist schmerzlich und zerreist mir immer noch das Herz.


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